Neues Chaos bei Stuttgart 21? Die aktuellen Entwicklungen Referent: Tom Adler

Zoom: Mittwoch, 4. März, 19:00 Uhr

 
 

 

Der Referent der Veranstaltung, Tom Adler, arbeitete 28 Jahre lang als Betriebsrat bei Daimler in Stuttgart-Untertürkheim. Er war bis 2021 drei Legislaturperioden lang für Die Linke im Stuttgarter Gemeinderat. Seit vielen Jahren ist er einer der Sprecher der Stuttgarter Bewegung gegen S21.

Zoom Einwahl

https://us02web.zoom.us/j/81669874012?pwd=3dPVca6rvx1wfSKIBlIZFDC50TKzhr.1#success

Die Zoom-Veranstaltung mit Tom Adler wurde organisiert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg und dem Netzwerk Ökosozialismus.

Stuttgart 21 im Februar 2026, Photo: Paul Michel, CC0

Stuttgart 21 war lange Zeit aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden. Doch Ende 2026 hat die Bahn eine Teilinbetriebnahme Ende erneut verschoben. Seitdem ist „Stuttgart 21“ wieder ein Thema in der Öffentlichkeit. Mit unserer Veranstaltung wollen wir auch außerhalb des Großraums Stuttgart über das Milliardenprojekt Stuttgart 21 informieren. Es ist schließlich für die Deutsche Bahn ein finanzielles Fass ohne Boden mit bundesweiten Auswirkungen. Unser Referent Tom Adler ist einer der Sprecher der Bewegung gegen Stuttgart 21. Er kann uns kompetent über den aktuellen Stand und die Auswirkungen informieren.

Einige Fakten:

Im Juli 2025 hatte die Bahn noch angekündigt, Stuttgart 21 werde im Dezember 2026 in Teilbetrieb gehen. Mitte November 2025 gab die neue Bahnchefin höchstpersönlich bekannt, dass die geplante Teil-Inbetriebnahme abgesagt wird – zum x-ten Mal. Ein neuer Termin wurde nicht genannt. Ursache seien technische Probleme am Digitalen Knoten Stuttgart bei der Leit- und Sicherungstechnik.
Aber es gibt noch ganz andere Probleme.
• Stuttgart 21 ist mit bisher offiziell eingeräumten 11,5 Milliarden Euro an Kosten eine Geldverbrennungsmaschine par excellence.
 
• 17 der ca. 55 Kilometer des S21 Tunnel verlaufen durch Anhydrid. Kurz vor Ostern 2025 musste der Freudensteintunnel wegen Aufquellen des Anhydrids für sieben Monate gesperrt werden.
• Brandgefährlich sind die Mängel von S21 beim Brandschutz. Der Brandschutzexperte Hans-Joachim Keim nannte die Planung für S21 „fahrlässig“ und „verbrecherisch“.


Stuttgart 21 gibt auch Aufschluss darüber, wie sich die neue Bahnchefin zu den unsinnigen Großprojekten der Deutschen Bahn positioniert. Insofern dürfte das, was Tom Adler zu berichten hat, auch für alle Menschen jenseits von Stuttgart, denen eine bessere Bahn ein Herzenswunsch ist, von großem Interesse sein. Daran ist erkennbar, ob die Hoffnungen, die viele in die neue Bahnchefin setzen, auch berechtigt sind.
Die Veranstaltung könnte schließlich auch ein Anlass sein, dass wir angesichts des katastrophalen Zustandes der Bahn die Diskussion führen, welche dringenden Maßnahmen aus der Sicht des Jahres 2026 erforderlich sind, um eine kundenfreundliche und kostengünstige Bahn zu entwickeln.