Rhein-Main von der Hitze betroffen
Europa liegt bei etwa 2,4 Grad Erderwärmung fast doppelt so hoch, wie der Durchschnitte der Länder weltweit. (1) In Deutschland gibt es jährlich 7.000 Hitzetote. Da häufig Hitze als Todesursache nicht erkannt wird muss man mit 10.000 Hitzetoten pro Jahr ausgehen. (10)
Unser Rhein Main Gebiet ist von der Hitze darüber hinaus nochmals besonders betroffen. Der Klimakollaps trifft uns nicht irgendwann, sondern wir sind mittendrin. Und er trifft uns härter als andere Regionen auf der Welt. Auch in Deutschland gibt es bereits 84 000 Klimaflüchtlinge aufgrund von Extremwetterereignissen. Die Zahl der Extremwetterereignisse werden rapide zunehmen. So zeigen Untersuchungen aus Frankreich, dass die Zahl der Hitzewellen in den letzten Jahrzehnten immer mehr zugenommen hat und dass sie auch immer länger anhalten. Wenn wir für längere Zeit 40 Grad im Sommer haben, welche Gemüse können wir dann noch anbauen? Welche Felder können da noch bestellt werden? Wieviel Trinkwasser werden wir noch zur Verfügung haben?
Früher dachten wir, nur die junge Generation wird irgendwann ihrer Zukunft beraubt! Heute wissen wir, dass auch die Älteren, die über 60-Jährigen, keine sichere Zukunft mehr haben. Ihre Gesundheit und ihr Leben werden in ihrem dritten Lebensabschnitt bedroht durch:
– Hitzetod
– aggressivere chronischer Erkrankungen und
– häufigere Krebserkrankungen
Die Schätzungen, dass wir pro Jahr zusätzliche 100 000 Krebserkrankungen in Deutschland mehr haben werden, sind noch sehr konservative Zahlen. Die Hautkrebserkrankungen nehmen seit Jahren rapide zu. Kleine Kinder haben eine dünnere Haut und werden die Zellschäden durch das Sonnenlicht schlechter kompensieren können. Später im Leben können sie dadurch Hautkrebs bekommen.
– Für die Beschattung von Spielplätzen und Schulhöfen
Schon vor den Hitzewellen war bekannt, dass durch Luftschadstoffe wie durch den Straßenverkehr die Alterserkrankungen (Hoher Blutdruck, Schlaganfall, Herzinfarkt, Krebs,…) häufiger auftreten und Krebserkrankungen auch aggressiver werden können. „Wir konnten bei Mäusen zeigen, dass selbst eine einmalige Feinstaub-Belastung zu größeren und entzündlicheren Herzinfarkten führt“… Unsere Daten zeigen, dass eine Gefährdung auch dann vorliegt, wenn die Belastung nur kurz anhält“, sagt Dr. Wolf vom Berufsverband Deutscher Internistinnen und Internisten. (3)
Dazu kommen die durch Feinstaubbelastung bedingten Atemwegserkrankungen, chronische Lungenerkrankungen und Lungenkrebs-Erkrankungen (4), die durch die Hitzewellen einen schweren Verlauf haben können.
Trotz alledem werden die Feinstaubgrenzen in den Städten nicht eingehalten.
– Feinstaubmessungen in allen Innenstädten direkt an den Straßen zu Rushhour Zeiten, wo finden sie statt?
– Einhaltung der WHO-Richtwerte von 5Mg/m³ von PM2,5 Feinstaub, wo gibt es das?
Jüngsten Schätzungen (2024) der EUA zufolge starben im Jahr 2022 mindestens 239 000 Menschen in der EU an den Folgen einer Feinstaubbelastung (PM2,5), die über dem WHO-Richtwert von 5 µg/m³ lag. (5)
– Einhaltung der WHO-Richtwerte von 5Mg/m³ PM2,5 Feinstaub, wo?
Zu den Luftstaubbelastungen kommen die Extremwetterereignisse. Unter ihnen sind extreme Temperaturen in Europa für die menschliche Gesundheit am gefährlichsten. 89% aller wetterbedingten Todesopfer sind durch Hitze im Sommer verursacht. (6)
Am gefährlichsten ist es, wenn die Hitzewellen mehrere Tage anhalten, wie jetzt im August 2025 in Spanien mit über 40 Grad. Eine Schnellstudie in 10 europäischen Städten, während der ersten Hitzewelle 2025 vom 23.06. bis zum 02.07. zeigte, dass wir dreimal so viele Hitzetote hatten als zu erwarten gewesen wäre. Nur in diesen 10 Städten hat es in 10 Tagen 1500 Hitzetote gegeben. (7)
Aber auch gesunde Menschen vertragen langfristig keine Temperaturen über 32 Grad ohne gesundheitliche Schäden, insbesondere wenn sie draußen arbeiten müssen.
Sonnenstich, Hitzeerschöpfung, Hitzekrämpfe, Hitzeschlag und Hitzekollaps können die akuten Folgen sein. Die langfristigen Folgen zeigen sich erst später. Der durch die Hitze und Sonnenlicht erzeugte oxydative Stress kann zu vorzeitigen Alterserkrankungen führen.
– Hitze und Sonnenlicht geschützte Bus-, Straßenbahn- und Bahnhofhaltestellen, wo gibt es sie?
– Entsiegelung von Parkplätzen, wo gibt es sie? (8)
Im Wiener Nordbahnviertel können durch ein Kälte-Fern-Netz, installiert im Keller eines Wohnblocks mit Kälteanlage und Wärmepumpe, für 1000 Haushalte 680 Klimaanlagen und dadurch 230 Tonnen CO² eingespart werden. (9)
-Kälte-Fern-Netze, wo gibt es sie?
Generell gilt, dass Umweltschadstoffe durch Verkehr (Feinstaub und Stickoxide) und Industrie (Gaswerke, etc..) zusätzlich zu den Temperaturextremen zu mehr chronischen Erkrankungen und Hitzetote führen – besonders in den Städten!
– Autofreie Innenstädte und Produktionsstillstand zumindest an Hitzetagen, wo gibt es sie?
Unsere weiteren Forderungen:
Quellen: